Curriculum 4.0.nrw

#digitalkompetenz #förderlinie #lehre #studium

Die Potenziale und die Auswirkungen der Digitalisierung erfassen heute alle Bereiche des menschlichen und gesellschaftlichen Handelns. Die Hochschulen stehen damit in der Verantwortung, eine Kompetenzentwicklung ihrer Studierenden zu ermöglichen, die nicht allein den souveränen Umgang mit digitalen Technologien umfasst, sondern ebenso die Fähigkeit, Potenziale und Auswirkungen der Digitalisierung in Gesellschaft und Arbeitswelt zu beurteilen, Digitalisierungsprozesse aktiv und reflexiv zu gestalten und insgesamt mit der rasanten Veränderungsdynamik Schritt halten zu können.
In der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt  vom 8. Dezember 2016 hatte die KMK bereits die Erwartung formuliert, dass bei „der Curriculumsentwicklung durch die Hochschule …  die Möglichkeiten, Chancen und Anforderungen der Digitalisierung zu berücksichtigen“ seien. In den Empfehlungen zur Digitalisierung in der Hochschullehre der KMK vom 14. März 2019 heißt es nun: „Mit der Akkreditierung von Studiengängen wird sichergestellt, dass Medienkompetenz und fachspezifische digitale Kompetenz curricular in den Studiengängen angemessen verankert sind.“
Bestehende Hochschulcurricula sind also danach zu hinterfragen, inwieweit sie adäquate Antworten für die beschriebenen Kompetenzanforderungen liefern und in einzelnen Modulen oder aber auch in den Studiengängen als Ganzes zu verändern sind. Konkrete Fragestellungen sind beispielsweise:

  • Welche Inhalte verändern sich aufgrund der Digitalisierung und erfordern neue oder veränderte Kompetenzziele?
  • Werden umgekehrt klassische Kompetenzziele aufgrund der Digitalisierung wichtiger, weil das Verständnis für grundlegende Sachverhalte verloren zu gehen droht?
  • Geht es um behutsame Anpassungen in Pflichtmodulen, um durchdachte ergänzende Wahlpflichtbereiche oder eher um (vollständige) Neukonzeptionen von Curricula?
  • Muss der Fokus eher auf fachliche oder eher auf überfachliche Kompetenzbereiche gelegt werden?
  • Gibt es Lehr-/Lern-/Prüfungsformate, die sich besonders gut für die Berücksichtigung der Digitalisierung eignen?
  • Welcher Transfer ist aus der Curriculum-Entwicklung einer Fachkultur auf eine andere, von einer Hochschule auf eine andere möglich?
  • Wie lassen sich Curricula so gestalten, dass sie ohne grundlegende Änderung des Studiengangs an zukünftige Entwicklungen adaptiert werden können?

Die Förderlinie zielt auf die curriculare Weiterentwicklung und/oder Umgestaltung von

  1. ganzen Studiengängen - sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengängen -, oder
  2. einem oder mehreren, sich aufeinander beziehenden Pflichtmodulen, die von ihrem Umfang und ihrer Bedeutung für das Qualifikationsprofil der Absolvent/inn/en prägend für den jeweiligen Studiengang sind,

unter Berücksichtigung der digitalen Transformation. Die Aufnahme neuer oder veränderter Studieninhalte soll ebenso möglich sein wie eine umfassende curriculare Weiterentwicklung und Umgestaltung der Studiengänge. Im Mittelpunkt steht die Kompetenzentwicklung der Studierenden für die digitale Welt.

https://www.stifterverband.org/curriculum_4_0_nrw

Curriculum 4.0.nrw Kategorie Module:

RWTH Aachen: Hybride Denkwerkzeuge - Forschendes Lernen an der Schnittstelle von Materialerfahrung und digitaler Abstraktion
RWTH Aachen: CREATE 4.0 // CurriculaRe VErankerung DigitAler KernkompeTenzEn – Neue Kompetenzziele für die nachhaltige Rohstoffgewinnung 4.0
RWTH Aachen: Digitale Quellenbestände in der Alten Geschichte (DiQuAG)
Universität Bielefeld: Cultural and digital literacy in English Language Teaching
Ruhr-Universität Bochum: Curriculare Integration von Geodaten‐Kompetenzen im Masterstudiengang Geographie
Ruhr-Universität Bochum: NEUKONZEPTION DES MODULS „METHODEN DER EMPIRISCHEN SOZIALFORSCHUNG“ (MethEmp)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Digitale Kunstgeschichte
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Grundlagenwissen und methodische Kompetenzen (GmK) für den interdisziplinären Studienschwerpunkt „Kulturelle Grundlagen Europas“
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Data Science in Business Research & Practice: Konzeption und Implementierung eines interdisziplinär-kooperativen Projektmoduls für Masterstudierende
Universität Duisburg-Essen: ProDigi_UDE Professionalisierung von Lehramtsstudierenden für die Bildung in der digitalen Welt
Universität Duisburg-Essen: Digitalisierung im Kontext des Medizinstudiums – DiKoMed Digitale Kompetenzen lernen, vermitteln und anwenden
Universität Duisburg-Essen: Digitale Transformation: Erweiterungen und Ergänzungen von Modulen im Fach Deutsch für den Stu­diengang Lehramt an Grundschulen (Bachelor)
Universität Duisburg-Essen: DigiLab & Field Digitalisierung von Laborpraktika und Freilandarbeiten
FernUniversität Hagen: Digital Mainstreaming in der politikwissenschaftlichen Hochschullehre
Universität zu Köln: Digital Mainstreaming in der politikwissenschaftlichen Hochschullehre
Universität zu Köln: Machine Learning im Lehramt Mathematik und im Fach Informatik
Fachhochschule Aachen: Maschinenbau-Laborausbildung 4.0
Fachhochschule Bielefeld: "Digital Future Skills in Nursing" (DiFuSiN)
Fachhochschule Bielefeld: Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen
Technische Hochschule Köln: Sozial_Digital Onlineberatung in der Sozialen Arbeit
Hochschule Ruhr West: Digital Transformation & Leadership (DiLa)
Hochschule Bochum: Modulkomplex Industrie 4.0 im Bachelorstudiengang Maschinenbau

Curriculum 4.0.nrw Kategorie Studiengänge:

Universität Paderborn: Digitale Prozessintegration in der beruflichen Lehrerbildung (DiPole)
Hochschule Ruhr West:IHL 4.0NRW
Universität Duisburg-Essen: Professionalisierung von Sachunterrichtslehrkräften in einer digital geprägten Welt (ProSUdi)
Universität Duisburg-Essen: Zertifikat Digitale Kompetenzen für Politikwissenschaftler*innen (Zertifikat DigCompPol)
Ruhr-Universität Bochum: Sportwissenschaft und digitale Transformation – für eine gesunde und agile Gesellschaft
Universität zu Köln: Curriculare Weiterentwicklung In den Biowissenschaften an der Universität zu Köln (C4.0_BioKöln)
Deutsche Sporthochschule Köln: Curriculumentwicklung zum Aufbau digitaler Kompetenzen in der Lehrer*innenbildung - "CuDiKo '-L"
Technische Hochschule Köln: »Digital Engineering« Kompetenzerwerb für Maschinenbauingenieur*innen im digitalen Zeitalter
Technische Hochschule Köln: Entwicklung einer „On-the-fly-Strategie“ zum Curriculum 4.0 im Studiengang Kindheitspädagogik und Familienbildung
Technische Hochschule Köln: BITs I B. Eng. Fahrzeugtechnik - Ein tradiertes Curriculum digital transformieren
Technische Universität Dortmund: Sportstudium 4.0 Curricula und Studienverlaufspläne für die Lehramtsstudiengänge im Fach Sport an der TU Dortmund
Hochschule Niederrhein: Textile Electronics
Bergische Universität Wuppertal: Kombinatorischer Bachelor 4.0 - Entwicklung einer gemeinsamen adaptiven Plattform zur kohärenten Förderung digitaler Kompetenzen in allen 35 Teilstudiengängen der Lehrerbildung
RWTH Aachen University: Lehrkräfte für die digitale Gesellschaft Medienkompetenzentwicklung im Lehramt am Beispiel des Studienfachs Englisch
RWTH Aachen University: Bio-Diggi: Weiterentwicklung des Studiengangs B.Sc. Biologie und lntegralion der Compulational Lifescience und Bioinformatik
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen: Medieninformatik – Quo Vadis?
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